Verreist.

Sonntag, 21. Juni 2009

Samstag.

Naja, am Samstag war dann nicht mehr viel los, nur die Preisverleihung. Wir haben nichts gewonnen, was nicht weiter tragisch war ... naja, OK, schon irgendwie, aber dabei sein ist alles, nicht wahr? XD
Abends um 8 waren wir dann endlich wieder da ... völlig fertig und müde (ich hab am Montag abend nicht länger als 6 ½ Stunden pro Tag geschlafen ... und das ist für mich zumindest einfach zu wenig), und irgendwie traurig darüber, dass man nicht die Gelegenheit hatte, alle die Leute kennen lernen zu können, die man gerne kennen gelernt hätte. Aber es hätte ruhig noch eine Woche länger sein können, hätte ich nichts dagegen.

Freitag.

Der nächste Tag begann sonnig, aber auf ein Frühstück verzichten ... ich meine Frühstück 6 Uhr 30 ist nicht unbedingt das, was ich so zu meinen Gewohnheiten zähle. Außerdem hatte ich in den letzten Tagen ohnehin schon zu wenig geschlafen, da wollte ich nicht noch früher aufstehen, nur weil ich 6 Uhr 30 zum Frühstück muss.
Vormittags waren die Präsentationen der Beiträge. Hab nicht so viele gesehen, nur vier. Das erste war von der Präsentation her ziemlich cool, aber der Film an sich bzw. das was sie gezeigt hatten, war nicht so spektakulär, beim zweiten war das Theaterstück extrem gut gemacht, auch wenn ich das Ende dann nicht verstanden hab und die anderen beiden waren etwas ... naja, sagen wir merkwürdig.
Danach gab's dann eine Stadtralley durch Wiesbaden mit Fragen in der jeweiligen Sprache, in der man teilgenommen hat. War ganz interessant und manche Leute waren echt amüsant (die haben einen Beitrag auf Englisch eingereicht und wussten nicht was 'roof' heißt ...), aber man musste wieder so viel laufen. Als wäre ich in den letzten Tagen nicht schon genug gelaufen.
Abends stand dann eine Fahrt zum Schloss Freudenberg an. Darauf hätte ich auch verzichten können. Das Programm richtete sich wohl eher an jüngere Kinder, die noch nicht wissen, was passiert, wenn man durch ein Prisma guckt und gerne barfuß durch die Gegend laufen ... naja, hatte was von Ferienlager, wenn man selber zu den älteren gehört und alle anderen kreischend durch die Gegend rennen und sich freuen ... auf jeden Fall gab es dort dann auch die Preisverleihung von der Stadtralley. Wir sind 2. geworden und unser Preis (bzw. der Teil für die Mädchen) war ein Beutel voller Kosmetik. Na jippie, da haben wir uns aber gefreut? Was soll ich denn mit Nagellack in unmöglichen Farben?! Hm ... an meine kleine Schwester verschenken XD
Es wurde ziemlich kalt. Zwar hatte ich vorsorglich meinen Mantel eingepackt, aber wenn man noch ewig warten muss, bis man in den Bus einsteigen darf, macht es das nicht besser.

Donnerstag.

Am Donnerstag war es mit Hamburg dann vorbei. Mit dem ICE nach Frankfurt ... irgendwie hatte ich mir ICEs immer cooler vorgestellt, aber so spektakulär waren die dann doch nicht. Aber 400km schafft man mit anderen Zügen nicht in 4 Stunden. Da der Zug sich natürlich verspätete, hatten wir in Frankfurt nur noch 10 Minuten zum Umsteigen, was zwar gereicht hat, aber nicht ganz einfach war, wenn man mit zwei Rucksäcken rennen muss und das Gleis, wo man hin will, irgendwo ganz anders ist. Ich habe aus meinem Fehler aber gelernt und weiß, dass ich nächstes Jahr keinen Rucksack zur Projektwoche mitnehmen werde, weil es wirklich beschissen ist, mit dem Ding durch die Gegend zu latschen, wenn man sich gleichzeitig noch einen zweiten kleinen Rucksack vorne dran hängen muss.
Der Bahnhof in Wiesbaden war irgendwie sehr ... klein. Ich meine, der Leipziger Hauptbahnhof ist ohnehin der coolste ... aber ich bezweifle irgendwie, dass der in Wiesbaden je so bevölkert war wie an dem Donnerstag, wo fast 40 Schülergruppen dort angekommen sind. Das Motel, in dem wir alle untergebracht waren, war sehr schick. Die vielen Lampen im Zimmer waren toll ... aber das Fisch-Fernsehprogramm, was anging, wenn man da war, war extrem nervig. Trotzdem war vor allem das Bad ein ziemlicher Gegensatz zu dem, was wir in Hamburg hatten.
Naja, dann sind irgendwann 160 Schüler zum Kurhaus gelatscht. Dort war die obligatorische Eröffnungsveranstaltung ... die Moderatorin ging mir ehrlich gesagt auf den Keks. Ich mag keine Leute, die krampfhaft gute Laune verbreiten, und das ist es, was die meisten Moderatoren tun -.-
Danach war das auf dem Schulhof der Gutenbergschule Abendessen ... das Gebäude hat mich sehr stark an das Gymnasium in Brandis erinnert, was natürlich nur negative Erinnerungen hervorruft. Was war äußerst praktisch, dass Bionade einer der Sponsoren des Sprachenfestes war ... wann kommt man sonst gratis an Bionade? Wobei die Fake-Bionade eigentlich noch besser geschmeckt hat =)
Auf das Impovisationstheater haben wir verzichtet und uns stattdessen Wiesbaden angeguckt. Eigentlich eine hübsche Stadt (aber bei weitem nicht so cool wie es in Hamburg war), aber warum gibt es dort so viele Casinos? Ich hab noch nie so viele Casinos auf einem Fleck gesehen.

Mittwoch.

Der Mittwoch Vormittag war nicht ganz so aufregend. Da war ich im Speicherstadtmuseum, was zwar sehr interessant, aber nicht hilfreich für das Thema war, das wir bearbeiten sollten. Ansonsten waren wir größtenteils damit beschäftigt, die Lebensqualität in der Hafen City auszutesten ... essen, rumsitzen, rumlaufen. Ganz angenehm. Dann sind wir nachmittags in den Zoo gegangen. Laufen war wieder angesagt und da die Sonne wunderbar angenehm schien, hab ich mir natürlich gleich mal nen Sonnenbrand geholt. Am besten fand ich die Orang Utans, die sich auf amüsante Art sehr menschlich verhalten haben.
Abends hatten wir dann bis 24 Uhr Zeit. Einen großen Teil der Zeit haben wir in der Hafen City auf den Marco Polo Terassen verbracht. Ist eine sehr schöne Gegend, man kann sich da wirklich lange aufhalten. Gegen 23 Uhr waren wir dann noch auf der Lombardsbrücke und haben die Aussicht auf den Jungfernstieg genossen.

Dienstag.

Ja, am nächsten Tag war dann ein Stadtrundgang. Die Reeperbahn war witzig ^^ und die Speicherstadt sehr toll, von wegen fotogen und so. Aber noch besser war die Hafen City. In diesem Hafen-City-Info-Point wurde uns erzählt, dass sie nicht höher bauen wollen, als die 5 Hauptkirchen von Hamburg hoch sind. Find ich gut so, da wirkt die Stadt nicht so erschlagend wie diese ganzen Städte, die von Hochhäusern zugebaut sind. Außerdem ist die Hafen City, oder besser das, was es von ihr schon gitb, ziemlich stylisch, modern und so. Ich glaube, wenn man dort wohnt und arbeitet, dann kann man sich freuen XD Der Elbtunnel oder besser der Aufzug nach unten sehr schwindelerregend. Ich hatte echt Panik, als ich da reingegangen bin ...
Natürlich stand auch die obligatorische Hafenrundfahrt auf dem Plan. Viel Geschaukel (ich dachte immer, ich wäre seetauglich, aber – ich schiebs mal auf die Müdigkeit und meine Erkältung – da war mir anfangs doch etwas schwindelig), viel Wasser (es spritzt ganz lustig, wenn so eine kleine Barkasse in eine Welle hinplatscht) und viele Bilder (die großen Werften, Schiffe und vielen Container waren sehr imposant.
Jaaa, dann waren wir im Musical ... Tarzan. Wunderbar! Die Show war wirklich großartig und die Musik klasse! Ich bin jetzt Musical-Fan und will unbedingt wieder in eins. Aber das ist ein eigenes Kapitel für sich ... Danach sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen, mussten doch immerhin erst um 11 wieder im Hostel sein. Dabei wurden wir dann gegen 22 Uhr in der Nähe des Bahnhofes von einem Typen höflich darauf hingewiesen, dass es hier keine Nutten gäbe XD
Schlaf gab es in der Nacht nicht viel. Kann man nicht erwarten, wenn man zu fünft in einem '3-Mann-Bett' schläft (also es war ein Doppelbett und ein rangeschobenes Einzelbett). Aber es war lustig.

Montag.

Am Montag ging's los, ewig Zug fahren nach Hamburg. Aber immerhin war es Zugfahren und nicht Auto oder Bus, Zug fahren ist viel bequemer, wenn man nicht gerade einen völlig überfüllten Zug erwischt. Außerdem sind wir fast alle eineinhalb Stunden umgestiegen, da geht die Zeit schnell um. In Magdeburg hatten wir etwas länger Aufenthalt, die Zeit haben wir gleich mal für einen kleinen Stadtrundgang genutzt. Den Dom haben wir uns angesehen (ich find es beeindruckend, wie die for 500 Jahren solche großen Gebäude bauen konnten ...) und das Hundertwasserhaus. Wenn man da wohnt, dann hat man es echt gut. In Uelzen, einem Ort, von dem ich vorher noch nie gehört hatte und dessen, gab es wiederum einen Hundertwasserbahnhof, dessen Nummerierung der Gleise etwas merkwürdig war. Da hatten wir aber nicht genug Zeit, ihn uns anzuschauen. Insgesamt war die ganze Zugfahrt ganz lustig, ziemlich viel Scheiße gemacht (wobei das eher die anderen waren XD) und 'Wer bin ich?' gespielt.
Irgendwann kamen wir dann auch tatsächlich in Hamburg an. Nach 3 Tagen dort liebe ich diese Stadt. Keine Ahnung, warum, aber es ist so. Wirkte auf den ersten Blick irgendwie chaotisch, vielleicht durch die vielen Kräne im Hintergrund. Mit der U-Bahn, die lustigerweise den größten Teil der Strecke, die wir gefahren sind, oberirdisch gefahren ist, ging's dann ab in das Viertel, in dem unser Hostel war. (Während der Fahrt sorgte der Name der Station „Schlump“ für allgemeine Erheiterung ...) Ziemlich schickes Viertel, große Fernseher, viele Porsches ...
Abends sind wir dann auf der Suche nach einem Penny (wo wir uns dann für den Rest der Woche mit Fresszeug eingedeckt haben) in eine etwas zwielichtige Straße beim Bahnhof geraten. War schon etwas gruselig, abends um 9 an diversen Erotik-Shops vorbei gehen zu müssen ...
Im Hostel haben wir als Einstimmung auf den nächsten Abend den Disney-Tarzan-Film gesehen. „Ist das Wasser auch wirklich keimfrei?“ ... der Elefant war wirklich zu süß.

Die letzte Woche.

Die letzte Woche war eine ziemlich gelungene vorletzte Schulwoche. Erst Projektwoche in Hamburg, dann Sprachenfest in Wiesbaden, ständig auf Achse, aber man hat viel gesehen.

Da ich jetzt nicht meinen gesamten Bericht hier her posten möchte, gibts ihn stückchenweise, zu lesen in der Kategorie 'Verreist'.

Bei Gelegenheit kommen auch noch ein paar Bilder.

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